Neue Ausstellung zum "Magdeburger Recht" ab 27.05. im IBA-Shop

Ausstellung Magdeburger RechtDas Magdeburger  Recht war ein bedeutendes Stadtrecht Mittel- und Osteuropas. Es prägte das Rechtsverständnis in dieser Region und erlebte eine ungewöhnliche Karriere vom Mittelalter bis weit in die Neuzeit hinein.
Seit dem späten 12. Jahrhundert wirkte Magdeburger Recht über 800 Jahre lang in anderen Bürgergemeinden Europas. Während es am Ursprungsort bisweilen in Vergessenheit geriet, gehört Magdeburger Recht in Osteuropa zur Allgemeinbildung und wird an dortigen Universitäten intensiv erforscht.
Denn anders als in Westeuropa, wo das Alter einer Stadt durch ihre erste schriftliche Erwähnung definiert wird, ist in Osteuropa die Stadtrechtsverleihung entscheidend. So feierte Magdeburgs polnische Partnerstadt Radom 2014 ihren 650. Geburtstag, in Erinnerung an die Verleihung des Magdeburger Rechts im Jahr 1364.
In Magdeburg selbst spielte das Magdeburger Recht nach dem Dreißigjährigen Krieg keine Rolle mehr. Es musste dem neuen preußischen Recht weichen. Bei unseren östlichen Nachbarn lebte es jedoch weiter. Noch 1937 flossen in das lettische Zivilrecht
vereinzelt Regeln des Magdeburger Rechts mit ein.

Magdeburg als "Mutterstadt" des weitverbreiteten Magdeburger Rechts will mit der Ausstellung geschichtsträchtige und interessante Eindrücke hinterlassen. Diese Ausstellung wird über zwei Jahre den Bürgern und Besuchern Magdeburgs erhalten bleiben und soll eine Vorreiterposition zu einer weiteren geplanten Ausstellung "Magdeburger Recht" darstellen.
Im Jahr 2019 plant das Kulturhistorische Museum Magdeburg eine Großausstellung mit internationaler Ausstrahlung zum Magdeburger Recht.

Der Eintritt ist frei.

 

Montag, 04.03.2024